Geschichte

Haus Barkhausen ist mit der Geschichte der Familie Scheibler, den Erbauern des berühmten „Roten Haus“ von Monschau, eng verbunden. Hier sehen sie die Gemälde der Ahnen der Familie, die in der Wohnung „Tuchmacher-Suite“ hängen.

Arnold Christian Scheibler
1745 – 1824

Er ist der Sohn des jüngeren Bruders von Johann Heinrich Scheibler (Erbauer des „Roten Hauses“, dem Wahrzeichen von Monschau).

Als er 12 Jahre alt war, ging er mit seinem Vater nach Berlin, der gerufen wurde vom Preußenkönig Friedrich dem Großen als Leiter der königlichen Tuchmanufaktur.
Arnold Christian Scheibler kam später nach Monschau zurück, heiratete 1775 die Witwe seines Vetters Ernst Scheibler und gründete eine eigene Tuchfabrik mit einer Walkmühle an der Rur unterhalb dieses Hauses, seinem Wohnhaus, das im Jahre 1785 vollendet wurde.

Friedrich Jakob Scheibler
1774 – 1834

Er ist ein Enkel des Johann Heinrich Scheibler Scheibler (Erbauer des „Roten Hauses“, dem Wahrzeichen von Monschau).

Er führte als erster Spinnmaschinen mit Dampfbetrieb in Monschau ein und war von 1812-1815 Bürgermeister von Monschau.

Nach dem Tod seines Vaters Wilhelm Scheibler (1737 – 1797) führte er zusammen mit seiner Mutter Theresia Elisabeth Scheibler, geb. Böcking (1744-1812), die von seinem Großvater Johann Heinrich Scheibler betriebene Tuchfabrikation fort.
Er heiratete 1812 Johanna Maria Amalie Scheibler, Tochter des Arnold Christian Scheibler.

Johann Heinrich Scheibler
1705 – 1765

Er stammt aus einer Gelehrtenfamilie und ist ein Urenkel des Professors Christoph Scheibler (Bild hinter dem Ofen)

Er lernte auf eigenen Wunsch bei einem Tuchfabrikanten in Imgenbroich und übernahm schon mit 18 Jahren die Leitung einer Tuchfabrik.
Er führte die Monschauer Tuchfabrikation zu unerwarteter Blüte durch die Verarbeitung feinster Merinowolle aus Spanien und Verbesserung der Färbetechniken.
Zudem ließ er statt der bisher einfarbigen Tuche kunstvolle farbige Muster weben, die bald in ganz Europa gehandelt wurden.

Er ist der Erbauer des Roten Hauses, dem Wahrzeichen von Monschau.

Christoph Scheibler
1589 – 1653

Christoph Scheiblers Vater war der lutherische Prediger und Magister Johannes Scheibler (1553–1597). Christophs Eltern verstarben 1597 an der Pest. Betuchte Verwandte in Gemünden nahmen das Waisenkind auf.

Scheiblers Liber sententiarum, begründete seinen wissenschaftlichen frühen Ruhm. Philosophische Kernsätze werden hier erläutert.

Seit 1610 war er Professor für Logik und Metaphysik in Gießen und wurde 1625 Superintendent und Leiter des Archigymnasiums in Dortmund.